Mut gewinnt

Gerade in der jetzigen Zeit ist das Thema Frauenquote, Frauensolidarität und die Gleichberechtigung präsenter und wichtiger denn je.

Kannst du es auch nicht mehr hören und lesen? Es sind immer die gleichen Geschichten und Zahlen:

  • Frauen kochen, putzen, waschen mehr – auch wenn sie berufstätig sind.
  • Frauen tragen in den meisten Beziehungen die größere „mentale Last“: Soll heißen, sie kümmern sich um Geschenke, das Familien Management, Kita-WhatsApp-Gruppen, das Bargeld für den Babysitter oder Haushaltshilfe.
  • Frauen verdienen deutlich weniger als Männer, vor allem wenn sie Kinder bekommen: Auch zehn Jahre nach der Geburt verdienen sie im Schnitt 61 Prozent weniger als im Jahr vor der Geburt.
  • Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit. Im Jahr 2018 haben zwei Drittel aller Mütter von minderjährigen Kindern in Teilzeit gearbeitet. Der Anteil in Teilzeit arbeitender Männer lag bei unter sechs Prozent.
  • In der aktuellen Krise, (surprise, suprise) leiden vor allem die Frauen unter der Doppelbelastung von Job und Familie. Es sind meistens die Mütter, die ihre Schul- oder Kitakinder allein betreuten
  • Und Frauen machen nur zehn Prozent in allen deutschen Unternehmensvorständen aus. Trotz 2016 eingeführter gesetzlicher Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte und weiteren Verpflichtungen zur Förderung weiblicher Führungskräfte.

(originäre Quelle: Artikel, „Ja wir wollen!“, die Zeit online von Luisa Jakobs)

Jede dieser Tatsachen wird seit Jahren mehrfach auf verschiedenen Ebenen diskutiert und geteilt (politisch, Sozial Media, Expertenrunden etc). Jeder weiss es, nur geändert hat sich wenig. Warum ist das so schwierig? 

 

Laut einer Umfrage und Aktion #wasfrauenfordern von der Zeitschrift emotion bewegt uns Frauen folgendes:

  • Endlich Equal Pay
  • Verbesserung der Kinderbetreuung
  • Schutz vor Altersarmut
  • Mehr Frauenförderung in Unternehmen
  • Schluss mit sexueller Belästigung und Gewalt
  • Alleinerziehende unterstützen
  • Weg mit veralteten Rollenbildern

Die meisten Frauen wollen doch Verantwortung übernehmen, wollen Entscheidungen treffen, wollen führen und etwas bewegen.

Vielleicht sollten wir Frauen unsere Forderungen viel intensiver kommunizieren, und viel schärfer unsere Stimme einsetzen, um uns Gehör zu verschaffen. Für mehr Bewusstsein, dass die Themen gelöst werden müssen.

Vielleicht sollten wir Frauen mit der „Stutenbissigkeit“ aufhören und uns untereinander solidarisch zeigen, um zusammen unsere geballte Frauenmacht als Chance zu nutzen und mehr machen im Sinne von umsetzen, damit sich was bewegt.

Es gibt noch viel zu tun, also packen wir es gemeinsam an.   

Nachfolgend erhältst du 12 Impulse, um die Solidarität unter Frauen zu zeigen und einander den Rücken zu stärken. Gemeinsam machen wir einen Unterschied. Der erste Schritt liegt wie immer bei dir.

  1. Sprich’s aus – mache einer anderen Frau ein ernstgemeintes Kompliment
  2. Stärke den Rücken – wenn sich eine andere Frau in einem Meeting oder im Gespräch traut ihre Stimme zu erheben, und du der gleichen Meinung bist, dann pflichte ihr bei und unterstütze sie, als es still für dich zu behalten.
  3. Öffne dich – Teile deine Erfahrungen, positiv als auch negativ, offen und ehrlich mit anderen. Dadurch entsteht Nähe und Verbindung.
  4. Einmal drücken bitte – zugegebener maßen in der heutigen Zeit etwas herausfordernd, aber der Wille zählt. Nimm eine Frau einfach mal fest in den Arm und drück sie von Herzen oder sag ihr mit Worten was du zu sagen hast.
  5. Biete deine Unterstützung an – nimm deiner Kollegin, Nachbarin oder Freundin Arbeit ab, wenn sie im Stress ist.
  6. Schau hin – Schreite ein, wenn du bemerkst, dass eine Frau belästigt, beschimpft oder bedroht wird und geh nicht weg. Biete ihr Schutz in welcher Form auch immer.
  7. Gemeinsam stark – vernetzt euch und seid solidarisch. Zusammen ist vieles einfacher und lässt sich häufig mehr bewegen, ob bei der Initiative was Frauen fordern oder bei einem narzistischen Chef.
  8. Verteile Anerkennung – wenn deine Kollegin oder Freundin etwas Tolles erreicht oder geschafft hat, sag es ihr unbedingt und schenke ihr Lob und Anerkennung dafür. Gerne auch vor versammelter Mannschaft.
  9. Nimm sie mit – lass andere Frauen nicht allein in der Ecke stehen, sondern bring sie ins Gespräch und stell sie vor.
  10. Höre zu – ich weiss, sehr schwierig, aber versuche einer anderen Frau wirklich zu zu hören und zu verstehen wie es ihr geht, was sie bewegt und was sie dir sagen will, ohne gleich deine Meinung zu verkünden und deine Themen zu adressieren.
  11. Zeige Liebe – Lass einfach dein Herz sprechen und sag (auch einer anderen Frau) dass du sie magst, liebst oder sie dir sehr wichtig ist. Balsam für die Seele
  12. Sei aufmerksam – schenke einer anderen Frau (auch wenn du sie gar nicht kennst) ein spontanes Lächeln – einfach nur so und schau was es mit dir und ihr macht. Für Millisekunden gibt es ein warmes Gefühl, verknüpft mit der Massage, Ich sehe dich!

 

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